24. November 2012

Thanksgiving & Co

Jetzt sind auch schon wieder drei Wochen seit dem letzten Post vergangen und es ist mega viel passiert, also macht euch auf einen laengeren Eitrag gefasst :)


Sofort nachdem Halloween vorbei war, konnte man schon Weihnachtszeug in den Laeden kaufen, die Stadt wurde geschmueckt und Weihnachtsmusik wird gespielt.

Die US-Wahlen fanden am 6. November, also direkt nach dem letzten Post, statt. Wie ja alle sicherlich wissen, hat Barack Obama gewonnen, oder in anderen Worten, hat er mehr Wahlmaenner gewonnen als Gegenkandidat Mitt Romney von der Republikanischen Partei.
Ich denke, dass alle Amerikaner an diesem Abend vorm Fernseher gesessen haben und die Live-Ticker verfolgt haben. Zuerst sah es so aus, dass Romney gewinnen wuerde, aber die Staaten, die normalerweise republikanisch waelen, wurden wohl zuerst gezaelhlt und so kam Obama am Ende als Gewinner raus.
Es wurde auch eine Premiere in zwei Staaten gefeiert, und zwar die Legalisierung von Marijuana zur Medizinischen Nutzung, Colorado ist einer dieser Staaten. Die Legalisierung wurde durch Amendment 64 gewaehlt (http://en.wikipedia.org/wiki/Colorado_Amendment_64). Amendments bedeutet Gesetzesaenderung und wenn man hier in Colorado waehlen gegangen ist, konnte man seine Stimme also auch fuer verschiedene Amendments abgeben, Amendment 65 wurde uebrigens auch gewaehlt.

Da meine Schule ja ein bisschen anders als "normale" High Schools ist, haben wir auch Ausstellungen, wo wir dann Projekt-Ergebnisse praesentieren und so hatte ich meine erste Ausstellung im Fach Humanities am 7.11. in der oertlichen Bibliothek. Wir haben 8 Wochen an dem Projekt "The Truth of War" gearbeitet und waren nun also bereit, zu praesentieren. Jeder hatte eine auf Fakten basierende Fiktion ueber einen Soldat in der Familie geschrieben und dann noch ein weiteres Projekt nach Wahl, was die Wahrheit des Krieges darstellt (z.B. eine Zeichnung, Collage,..).
Hier noch ein wunderschoenes Foto von mir bei der Ausstellung:



Jedes Jahr wird in Washington DC ein riesiger Weihnachtsbaum vor dem Capitol aufgestellt und dieses Jahr wurde der in Meeker, Colorado geschlagen. Der Baum wird dann auf einen riesigen Truck geladen und mit Eskorte vom US Forest Service durchs Land gefahren, ausserdem haelt dann in verschiedenen Staedten auf dem Weg. Der Baum ist ca. 70 Fuss lang, und braucht 23 Tage bis nach Washington. Der grosse Baum wird noch von 70 kleineren Baeumchen begleitet, Santa und Mrs Claus sind auch mit von der Partie um Fotos mit Besuchern zu machen. Als der Transport in Durango angekommen ist, was nicht lange nach dem Start war, war fast die ganze Plane ueber dem Baum schon voller Unterschriften und Namen, ich habe aber noch einen Platz gefunden und signiert. 
Der Truck mit dem Baum wird uebrigens von einem Ex-Senator aus Colorado gefahren, der vor seinem Politik-Job Trucker war.




Mein Gastvater und ich mit Santa und Mrs Claus 


Es hat seit dem letzten Post uebrigens auch zum erstem mal seit ich hier bin, geregnet und ein bisschen geschneit, ist aber nichts liegen geblieben...
Dann ist auch noch mein Laptop kaputt gegangen, habe es zu einem PC Doktor gegeben, die konnten aber auch nichts machen, um die Daten wiederherzustellen, ausser Einschicken, wuerde aber 500$ kosten und ich hatte alle Fotos und Dokumente von meiner Zeit hier auf einem Stick gesichert, und den Rest meiner Daten in Deutschland auf einer externen Festplatte. Habe mich dann also fuer den Kauf eines neuen Laptops hier in den US entschieden, deswegen schreibe ich auch ae und ss anstatt Ä und ß... 
Habe nun also einen megaschnellen Windows 8 Laptop von Toshiba mit genug Speicherplatz und 6 GB RAm (der ist innerhalb 15 Sekunden hochgefahren und dann einsatzbereit :)).

An diesem Wochenende habe ich dann auch Gastfamilie gewechselt, weil ich ja die letzten 2 einhalb Monate bei meiner Welcome Family gewohnt habe und dann war es also Zeit fuer den Wechsel, auf den ich schon so lange gewartet hatte, denn PAX hatte eigentlich gesagt, dass ich da maximal ein paar Wochen bleibe...
Meine neue "Familie" besteht jetzt aus einer aelteren deutschen Dame, die schon seit ueber 40 Jahren hier wohnt, ihren 4 Katzen und 6 Voegeln :) Sie ist mega nett und hat ein super grosses Haus. 
Ich muss zugeben, dass dieses Wochenende bis jetzt mit Abstand das stressigste war...

Am folgenden Dienstag hatten wir noch eine Biologie- Ausstellung zum Thema oekologische Loesungen; jeder Schueler hat sich ein Thema (z.B. Baer-Mensch Konflikt, Muell im Pazifik,...) ausgesucht und musste dann einen 3-Punkt Management Plan mit realistischem Budget und einer Timeline vorstellen.

Meiner neuen Hostmum war ich dann letztes Wochenende zum ersten mal in einer amerikanischen Kirche in einem amerikanischen Gottesdienst und es ist total anders als in Deutschland, habe aber keine Fotos gemacht...
Die Kirche ist super neu und technisch sehr gut ausgestattet, und so wurden keine Liederblaetter oder Liederbuecher ausgeteilt, sondern die Songtexte auf 2 grossen Plasma-Bildschirmen angezeigt; die Lesung und das Vater Unser auch...

Danach waren wir noch in einem Diner, auch mal einen Besuch wert. :)

Diese Woche Montag haben wir beiden dann noch eine kleine Colorado- Tour nach Silverton und Ouray (beides Bergorte) gemacht, da oben hat es schon geschneit, aber hier in Durango sind immer noch 12 Grad und Sonnenschein, normalerweise schneit es hier aber schon Anfang November...
Silverton ist richtig klein, und alle moeglichen Geschaefte waren geschlossen, weil viele Leute im Winter in andere, waermere Orte ziehen, und so sah Silverton doch schon ein bisschen wie eine Geisterstadt aus, hier ein paar  Bilder aus Silverton:




Es gab uebrigens auch nur eine befestigte Strasse, die Nebenstrassen waren einfach nur Schotterwege...
Ouray war da doch schon etwas besser, befetigte Strassen, offene Laeden und Restaurants, sodass wir auch etwas essen konnten.

Nun aber zum Hauptthema: Thanksgiving

Thanksgiving ist ein Tradition in den USA und wird immer in 4ten Novemberwoche gefeiert. Man trifft Familie und bedankt sich bei Gott fuer Familie, Freunde und andere wichtige Dinge. Das traditionelle Thanksgiving-Meal besteht aus einem Truthahn, der mit allem moeglichen Zeug vollgestopft ist, Kartoffelbrei und Preiselbeeren und Pumpkin Pie (Kuerbiskuchen), denn das waren die Dinge, die die Pilger  zum ersten Thanksgiving zur Hand hatten. 
Da meine neue Gastfamilie ja nur aus meiner Gastmutter besteht, waren wir zum Mittagessen bei einer Oesterreicherin und ihrer Familie und haben da das erste Thanksgiving-Meal gehabt.

Da meine Gastmutter sehr engagiert ist, haben wir danach bei einer Wohltaetigskeitsveranstaltung im Ort geholfen, wo Leute, die sich kein Meal leisten koennen, oder einfach nur Leute, die hingehen wollen, ein gratis Thanksgiving- Meal bekommen koennen, geholfen.

Abends sind wir dann noch zu ihrer Nichte und Freunden gegangen, wo wir dann noch mal viel zu viel gegessen haben, und dann noch Desserts...




Nach dem Tag konnte ich erstmal ueberhaupt nichts mehr essen... bis zum naechsten Morgen :D

Der Freitag nach Thanksgiving nennt sich Black Friday und viele Geschaefte oeffnen dann schon um Mitternacht oder frueher als normal und bleiben den ganzen Tag auf. Ausserdem werden riesige Rabatte angeboten und tausende Gutscheine and potenzielle Kunden rausgeschickt, sodass so gut wie jeder Amerikaner an diesem Tag shoppen geht und die Geschaefte gut Umsatz machen, denn Black Friday entscheidet oft ueber die Umsaetze des ganzen naechsten Jahres...

Das waers auch schon, neue Fotos werden in der Fotos & Impressionen- Sektion hochgeladen.

Liebe Gruesse

PS: Guckt euch den neuen James Bond an, der ist mega-gut. ;)



Kommentare:

  1. Hey Till!
    Haben uns gerade mal deinen Beitrag zum Thanksgiving-Fest angesehen. Sieht gut aus, viel Spaß noch in den Staaten.

    Liebe Grüße, Oma Rosa, Opa Rolf und Sven.

    Wir sind egrade in Eime, gestern war Uwes 50ster Geburtstag ;)

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  2. super das du die chance hast 1 jahr in den USA zu sein :D wuensche dir weiterhin viel viel spass hier :) Liebe Gruesse aus Tennessee :D

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