7. Juli 2013

Meine letzten 2 Wochen + Rueckreise- Abenteuer

Ihr habt schon seit ueber einem Monat nichts mehr von mir gehoert... Naja, ihr kennt das ja mittlerweile. ;)
Auf jeden Fall bin ich wieder gut in Deutschland angekommen, nach Rueckreise- Abenteuer wohlgemerkt- aber mehr ueber meine letzten Wochen und alles andere gibt es jetzt in diesem Post:

Meine etwas vorzeitige Abschiedsparty war ein voller Erfolg und ueber 40 Leute kamen, und es war ein schoener Abend. Ich wuste, dass ich viele meiner Freunde nach der Party nochmal sehen wuerde, also war es auch nicht zuuu traurig...

Im Juni waren es dann taeglich schon oft ueber 30 Grad Celsius und keine Luftfeuchtigkeit, und nachts noch schoen kuehl- also optimal. Natuerlich waren auch noch Mengen von Touristen in der Stadt, es fuehlte sich mehr an wie Urlaub, als meine letzten Tage eines Abenteuers, das schon seit ueber neun Monaten am Laufen war.

Four Corners und Monument Valley

An einem schoenen Juni- Tag brachen meine Gastmutter und ich frueh morgens auf um uns zwei beruehmte und atemberaubende Orte anzusehen. 10 Stunden fuer Hin- und Rueckfahrt war da nur ein Nebenprodukt, ist nach Amerikanischer Sicht aber auch voellig ok zu einem Ort fuenf Stunden zu fahren und dann am Abend zurueck, da das Land unglaubliche Weiten aht, die man sich, wenn man noch nie da war, gar nicht so vorstellen kann.
Unser erster Stop war das Four Corners National Monument. Es ist der einzige Punkt in den US, wo 4 Bundeststaaten jeweils perfekt zu einander im rechten Winkel stehen. Die Staaten sind, von links oben nach rechts unten, Utah, Colorado, Arizona und New Mexico.

Ein Foto mit einem Koerperteil in jedem Staat war da natuerlich Pflicht.




Der Punkt an dem die 4 Staaten an einander granzen ist der Mittelpunkt einer Art kleinen Arena und aussen herum sind auf jeder der vier Seiten kleine Einheiten mit Staenden, wo indianische Haendler selbstgemachten Schmuck und weiteres verkaufen.



Dach diesem Stop ging es weiter zum Monument Valley National Park, der ja doch schon etwas beruehmt ist, u.a. fuer die John Wayne- Filme die dort gedreht wurden.
Die spektakulaeren Felsstruturen sind es auf jeden fall wert, mal gesehen zu haben. 
Bilder sagen mehr als Worte, also los:





Die obrigen Bilder sind nur vom Visitor Center aus gemacht. ;) Spaeter sind wir noch auf eine Jeep- Tour in die Landschaft gefahren, war zwar sehr teuer, aber dafuer haben wir was von dem gesehen, was sonst nur die Indianer sehen. Die Felsen aus dem Monument Valley koennt ihr auch im neuen Johnny Depp- Film 'Lone Ranger' bewundern! Es leben uebrigens immer noch Indianer ganz weit im Monument Valley, und sie kommen nur heraus, wenn sie etwas zu essen und zu trinken brauchen. Dann werden sie meistens von Leuten, die die Jeep- Touren machen, zum Visitor Center mitgenommen und gehen von daaus zur naechstgelegenen Tankstelle.

Bilder von der Jeep- Tour:







Ausserdem waren es noch angehme 40 Grad in der Wueste von Arizona und Utah... ;)

Durango- Silverton

Einen tag nach dem Abenteuer, hatte ich nun eindlich die Gelegenheit, die Durango- Silverton Schmahlspurbahn zu fahren.
Da jede Zugfahrt drei- vier Stunden dauert, haben meine Gastmutter und ich morgens den Bus nach Silverton genommen. Dort wurden wir von ein paar Maennern ampfangen, denn wir hatten die Old 100 Mine Tour (Minen- Tour) dazugebucht. Wir fuhren durch das 400 Leute- Kaff und etwas ausserhalb fanden wir die Mine. Silverton wuerde ohne die Minen in der Region gar nicht existieren. Da die Minen alle erschoepft sind, oder es kein Geld mehr gibt um sie zum Abbauen zu erhalten, haben viele Leute Silverton und andere kleine Orte in der Region verlassen. Silverton hatte dieses Jahr einen ganzen Schulabgaenger... Ich wuerde eher nicht so gerne in Silverton leben :D
Mit dem Wagon ging es also rein, in die alte Goldmine, wo wir dann eine tolle Fuehrung mit allen moeglichen Informationen bekommen haben.






Nach der Minentour ging es dann kurz ins Museum von Silverton und dann mit dem Zug zurueck. Wunderschoene Aussichten aus dem Zugfenster:






Trip nach New Mexico

Die letzte Reise, die meine Gastmutter und ich zusammen machten, ging nach Albuquerque, New Mexicos Haupstadt, mit vielen Zwischenstops.




Da wir eine spezielle Route fuhren, hat die Hinreise ohne Stops 6 Stunden gedauert.
Das Land war wirklich wieder mal so weit und offen, dass man es sich gar nicht vorstellen konnte, dass es noch Menschen gab, die links und rechts von der  Strasse mitten in der Wueste leben.
Einer der Stops war die Rio Grande Gorge Bridge, die Bruecke, die in der Naehe der Stadt Taos, ueber den Rio Grande fuehrt. Sie ist die 10thoechste Bruecke in den USA.






Der zweite Stop war dann in der Stadt Taos, die ein altes Indianerdorf beherbergt.




Von daaus ging es weiter nach Santa Domingo, ein Reservat, indem ausschliesslich Indianer leben und indem es nicht erlaubt war, Fotos zu machen.
In Albuquerque haben wir dann bei 100 Fahrenheit uebernachtet. Die Haptstadt New Mexicos hat eine sehr hohe Kriminalitaetsrate, aber wir haben davon zum Glueck nichts mitgekriegt.
In Albuquerque war dann natuerlich noch ein Foto mit einem Route 66- Zeichen drin.



Und nochmal was schoen Amerikanischn: Waffen zum Verkauf im lokalen Walmart:



Nachdem ich vorher schon einmal Rafting gegangen war, wollten meine Freunde und ich an meinem letzten Tag (4. Juni) in zwei Duckies den Fluss hinunterfahren. Duckies sind eine Art Kayak, nur mit uft gefuellt, anstatt aus Holz. Dumm wie wir sind, sind wir ohne Schwimmwesten los und an der heftigsten Stelle des ganzen Flusses, wurden wir gedreht und sind aus den Duckies gefallen (danach nochmal). Dabei ist meine Brille entkommen, und ich konnte gerade noch hintererschwimmen und sie fassen. Mein Handy, dass in einem Plastiksack war, wurde auch nass, also hatte ich am letzten Tag vor meiner Abreise keine Kommunikationsmoeglichkeiten, aber wir habens ueberebt :D Handy habe ich dann mit dem Luftkompresser ausgesprueht und dann in Reis gepackt, ging dann zum Glueck am naechsten Tag wieder. Das sollte aber das geringste Uebel sein, denn das folgte am Abreisetag.



Als waere es noch nicht traurig genug, sich nach 10 Monaten von Freunden, Familie und, im Prinzip, von einer ganzen Stadt zu verabschieden, war mein Flug auch noch zwei einhalb Stunden zu spaet.
Mein Flugplan sah eigentlich wie folgt aus: Durango- Denver- Frankfurt- Hannover, sodass ich dann am 16. nachmittags in Deutschland ankommen wuerde.
Mit der verspaetung aber, konnte ich alle meine Anschlussflieger aber erstmal vergessen. Da ich anscheinend alt genug war, um mit 16 durch die halbe Weltgeschichte zu fliegen, aber noch nocht alt genug um ein Zimmer im Flughafenhotel in Denver zu kriegen, sah es erstmal aso aus, als wurde ich in Durango bleiben und dann am naechsten tag fliegen. Das ging dann aber in der Praxis auch nicht auf, weil die Anschlussfluege schon ausgebucht waren. Zum Glueck wohnen Verwandte meiner Gastfamilie in Denver und so wurde ich dort vom Flughafen abgeholt und konnte bei ihnen uebernachten. Mein Gepaeck kriegte ich in Denver zu allem Ueberfluss auch nicht wieder, weil es anscheinend schon an den Lufthansa- Schalter gebracht wurde (Mein Flug nach Frankfurt waere Lufthansa gewesen), und der zu hatte.
Abends bin ich dann muede in Denver ins Bett gefallen, die Verwandten waren gluecklich mich noch mal zu sehen und haben mich auch ein bisschen aufgeheitert.

Am naechsten Morgen (16.) bin ich dann aufgestanden, habe geduscht und gefruehstueckt (die   Verwandten hatten mir zum Glueck noch was Saueberes zum Anziehen zur Verfuegung gestellt). In einem BMW Cabrio ging es dann an diesem schoenen Morgen zum Flughafen, wo wir 3 Stunden vor Abflug eintrafen um alles zu regeln. Am Schalter versicherte man uns auch noch, dass mein Gepaeck gaaaanz sicher in Hannover fuer mich bereitstehen wuerde.

Meine neue Flugverbindung ging ueber Washington nach Frankfurt und dann nach Hannover, und auf diesem Trip lief alles gut. In Hannover (17. Juni) dann, von Familie in Empfang genommen, war mein Gepaeck natuerlich nicht da... Drei Tage spaeter wurde es dann aber halb 12 nachts geliefert- was fuer ein Abenteuer.

Mit dem Jetlag (8 Stunden Zeitunterschied) hatte ich am Anfang noch sehr zu kaempfen, hat sich aber mittlerweile gelegt.
In der Schule war ich auch noch, fuer zwei, drei Tage- zum Spass und Freunde treffen halt- man macht ja eh nichts mehr in der letzten Woche vor den Ferien.

Dies war vermutlich der letzte Post auf diesem Blog und ich moechte mich noch einmal bei allen Lesern bedanken!
Vielen Dank, dass ihr mein Abenteuer (mehr oder weniger) verfolgt habt! Ich kann es manchmal gar nicht glauben, dass ich mit ein paar Posts ueber 10.000 Klicks und viele Menschen,die ich gar nicht persoenlich kenne, erreicht habe...
Ich hoffe, ihr hattet genau so viel Spass wie ich!

Ich schliesse ab mit den Worten, die ich immer gewaehlt habe:

Viele Gruesse und bis bald!
Euer Till


"Ich vergess' euch nicht egal wie weit die Meilen sind, denn nur das Herz bestimmt, wo Heimat ist."
                                                                                                                -Esmaticx

Kommentare:

  1. Wow, die Bilder sind echt toll! :)

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  2. ich bin begeistert von deinem blog und was du alles erlebt hast, einfach nur hammer cool :D die bilder sind alle toll und einfach wow :)
    liebe grüße :))

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  3. ziemlich cool, was du so erlebt hast, aber ich seh gerade, dass das ja auch schon wieder 3 Jahre her ist! hast du denn vor nochmal irgendwo ins ausland zu gehen? also würdest du etwas ähnlich wieder tun?
    LG aus meinem mini urlaub in olang
    Claudia

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    1. Zugegebenermaßen, ich war etwas überrascht, nach drei Jahren noch mal eine Email zu erhalten, dass es einen neuen Kommentar auf meinem Blog gibt
      Wie die Zeit doch fliegt- drei Jahre- unglaublich...
      Ich kann mir das grundsätzlich schon vorstellen, mal sehen was die Zukunft so bringt. Aber jetzt erstmal die Schule fertigmachen :)
      Liebe Grüße

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